Dresden | 22.6. 2026 Wie wollen wir künftig lernen, wohnen, arbeiten und zusammenleben? Antworten auf diese Fragen gibt der 31. Tag der Architektur in Sachsen am 27. und 28. Juni 2026. In 25 Städten und Gemeinden öffnen Architekt:innen, Landschafts- und Innenarchitekt:innen sowie Stadplaner:innen und ihre Bauherrschaften Türen, die sonst meist verschlossen bleiben. Mit 64 Beiträgen und rund 100 Programmpunkten präsentiert sich der Tag der Architektur als größtes Schaufenster zeitgenössischer Baukultur im Freistaat.
Dabei geht es längst nicht mehr allein um schöne Gebäude. Der Tag der Architektur zeigt 2026 vor allem, wie Planer:innen auf die großen Herausforderungen unserer Zeit reagieren: Klimawandel, Ressourcenknappheit, gesellschaftlicher Wandel und die Frage, wie vorhandene Bausubstanz intelligent weitergenutzt werden kann. Nachhaltiges Bauen, Umbauen und Sanieren ziehen sich wie ein roter Faden durch das diesjährige Programm.
„Gute Architektur entsteht nicht zufällig. Sie ist das Ergebnis von Verantwortung, Kreativität und Zusammenarbeit. Der Tag der Architektur macht sichtbar, wie aus komplexen Anforderungen lebenswerte Orte entstehen“, betont Andreas Wohlfarth, Präsident der Architektenkammer Sachsen.
Besonders bemerkenswert ist in diesem Jahr die Vielfalt der Perspektiven. Neben fertiggestellten Bauwerken können Besucher:innen auch Baustellen besichtigen und damit Architektur in einem Stadium erleben, das normalerweise verborgen bleibt. Hier werden Konstruktionen, Materialien und technische Lösungen sichtbar, die später in Mauern und hinter Fassaden verschwinden. So wird Architektur nicht nur als Ergebnis, sondern als Prozess erfahrbar.
Daneben steht vor allem die Frage, wie wir künftig bauen wollen, im Mittelpunkt. Die Ausstellung zum Sächsischen Staatspreis für Baukultur 2026 im ZfBK – Zentrum für Baukultur Sachsen (Kulturpalast Dresden, Schloßstraße 2) zum Thema „Bauen im Spannungsfeld von Hightech und Lowtech“ widmet sich einer der wichtigsten aktuellen Anforderungen des Bauens: der effizienten und nachhaltigen Gestaltung von Bauwerken.
Ein weiteres Zeichen setzt die Ausstellung „WIR SIND VIELE! – Planerinnen in Sachsen“. Sie macht im Kammerbüro Leipzig (Dorotheenplatz 3) die Arbeit von Architektinnen, Stadtplanerinnen sowie Innen- und Landschaftsarchitektinnen sichtbar und eröffnet einen Dialog über Rollenbilder, Chancengleichheit und die Zukunft der Planungsberufe.
Erstmals wird der Tag der Architektur in Sachsen zudem noch stärker als gemeinschaftliches Erlebnis inszeniert. In Leipzig lädt die Stadt gemeinsam mit Baubürgermeister Thomas Dienberg zu einer Fahrradtour zu verschiedenen Programmpunkten ein. So können die Teilnehmenden Architektur als Teil des städtischen Lebensraums entdecken. An der letzten Station im Kammerbüro Leipzig lädt die Kammergruppe Leipzig dazu ein, bei einem Vortrag und einem Rundgang Charme und Baugeschichte des Kolonnadenviertels kennenzulernen.
Von Schulen und Wohnhäusern über öffentliche Einrichtungen bis hin zu Freianlagen, offenen Büros und Veranstaltungen reicht das Spektrum der präsentierten Projekte. Besucher:innen erhalten nicht nur Einblicke in Gebäude, sondern vor allem in die Ideen, Entscheidungen und Menschen dahinter. Gerade dieser direkte Austausch macht den besonderen Reiz des Tags der Architektur aus.
Das vollständige Programm mit allen Objekten, Veranstaltungen und offenen Büros steht online zur Verfügung. Besucher:innen werden gebeten, Anmeldehinweise und weitere Informationen bei den jeweiligen Programmpunkten zu beachten.
Programm und Informationen: www.tagderarchitektur-sachsen.de
Aktuelle Einblicke auf lnstagram: @tagderarchitektursachsen
Infos und Fotos aller Projekte stehen unter folgendem Link zum Download bereit: www.tagderarchitektur-sachsen.de/presse